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Qualifikation zur WM 2018 in Rußland

Bittere 0:2 Niederlage gegen Panama!



Die Erwartungen der German Reggae Boyz Supporter an die „Mission to Russia“ wurden bitter enttäuscht – die Reggae Boyz verloren ihr erstes WM-Quali-Spiel am 13.11.2015 in der 2. Runde zuhause gegen Panama mit 0-2.

Dabei waren die Boyz die gesamten 90 Minuten über das schlechtere Team und ließen alles vermissen, was sie noch im Gold Cup auszeichnete: Laufbereitschaft, defensive Stabilität, schnelles Spiel nach vorne und vor allem der Teamgedanke.
 
Die Spieler aus Panama kontrollierten die Partie von Beginn an und schafften sich im Mittelfeld bei jeder Situation eine Überzahl. Die Folge war, dass die Reggae Boyz nur dem Ball hinterherliefen.

Unsere Doppel-Sechs (Austin/Watson) war total überfordert, die Außen (McAnuff/McCleary) fanden überhaupt nicht statt und so war es dann auch für die beiden Stürmer (Barnes/Mattocks) unmöglich ins Spiel zu kommen – denn wenn man keine Bälle bekommt, kann man als Stürmer auch nichts machen.

Das war wohl das größte Manko im furchtbar schwachen Spiel der Reggae Boyz: das Mittelfeld war nicht in der Lage die beiden Sturmspitzen mit Bällen zu bedienen, gewann defensiv aber auch maximal 10% der Zweikämpfe.

Die Folge war, dass auch die ansonsten verlässliche Abwehr Jamaikas ins Wanken kam. Ironischerweise ging Panama aber dann nur aufgrund eines katastrophalen Torwartfehlers in Führung. Armando Cooper, der letzte Saison seine Moneten bei St. Pauli verdiente, zirkelte einen Freistoß direkt ins Tor – Keeper Dwayne Kerr sah hier alles andere als gut aus.

Wer nun dachte, die Reggae Boyz würden sich zuhause gegen eine drohende Niederlage aufbäumen, wurde enttäuscht. Man ergab sich quasi seinem Schicksal und ließ Panama weiter ihr Kurzpassspiel im Mittelfeld aufziehen. Dies war durchaus schön anzusehen, doch wenn man nicht gestört wird, kann auch eine Altherrenmannschaft kombinieren.

Die Folge war das 2-0, was jedoch ein weiteres Geschenk der Reggae Boyz in persona von Kerr und Morgan war. Eine völlig harmlose Hereingabe von links ließen sie ins eigene Tor taumeln, da sich beide bei ihrem Rettungsversuch behinderten, was zufolge hatte, dass der Ball im Netz zappelte – das hatte schon was von Slapstick at the Office, was sich da abspielte.

Wieder warteten die German Reggae Boyz Supporter auf eine Antwort, diese blieb aber enttäuschenderweise aus. Lediglich in den letzten Spielminuten brachten die neuen Kräfte Powell, Donaldson und Orgill noch etwas frischen Wind ins Spiel, ein Tor gelang ihnen jedoch nicht, obwohl Orgill noch eine riesige Möglichkeit zum Anschlusstreffer hatte.

FAZIT:
Ein grottenschlechtes – wenn nicht sogar D A S schlechteste Spiel der Reggae Boyz in den letzten 10 Jahren! Nun schwebt vor dem Auswärtsspiel gegen Haiti am 18.11.2015 schon das Damoklesschwert über dem Lager der Reggae Boyz.

Es bedarf einer 100%igen Leistungssteigerung, ansonsten heißt es nicht mehr „Russia wi seh“, sondern „Goodbye Russia“. Es wäre wirklich jammerschade, die WM 2018 schon im Herbst 2015 ad acta legen zu müssen.

AUFSTELLUG GEGEN PANAMA:
Kerr – Mariappa, Morgan, Hector, Lawrence – Austin, Watson, McAnuff, McCleary (72. Min. Powell) – Barnes (79. Min. Orgill), Mattocks (59. Min. Donaldson)

SPIELERBENOTUNG:
Kerr: Note 6. Zwei katastrophale Patzer ebneten den Sieg für Panama. Auch wenn er immer wieder gute Szenen im Spiel hat, hat er konstant Patzer aufzuweisen, die immer zu Gegentoren führen. Für ihn müsste man die Notenskala neu erfinden, dann hätte er vielleicht die Note 7 bekommen, so schlecht wie er war.

Mariappa: Note 6. Hinten fahrlässig, nach vorne ging gar nichts.

Morgan: Note 5,5. Sah beim 0-2 schlecht aus, war ansonsten ungewohnt nervös.

Hector: Note 5,5. Mit vielen Stoppfehlern und keinen Aktionen nach vorne. Hatte aber laut Statistik die meisten Ballkontakte auf Seiten Jamaikas.

Lawrence: Note 6. Ein erschreckend emotionsloses Spiel des verlässlichen Linksverteidigers. Hatte auch keine Offensivaktionen, die ihn ansonsten auszeichnen.

McCleary: Note 6. Er fand zu keinem Zeitpunkt des Spiels statt. Bezeichnend war sein Freistoß in der 2. Halbzeit, der ca. 10 Meter über das Tor flog.

McAnuff: Note 5,5. War zwar bemüht, verdribbelte sich aber ständig und lamentierte auch noch herum.

Austin: Note 6. War total überfordert und brachte nichts zustande.

Watson: Note 6. Hatte gefühlt keinen Ballkontakt und konnte keinen einzigen Ball in die Spitze spielen.

Mattocks: Note 4,5. War noch der beste Reggae Boy, traf leider nur mit einem Abseitstor und wurde unverständlicherweise schon nach 59 Minuten vom Platz genommen obwohl er derjenige war, der sich als einziger gegen die Niederlage zu wehren schien.

Barnes: Note 5,5. Spielte schlecht, bekam aber auch keine Bälle.
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Donaldson: Note 4,5. War bemüht und hatte immerhin zwei ansatzweise gefährliche Szenen. Ließ bei seinem Debüt hin und wieder seine Klasse aufblitzen. Hätte ein Tor machen müssen.

Powell: Note 3. Spielte nur kurz und hatte in dieser Zeit mehr Offensivszenen als davor das komplette Mittelfeld zusammen. Folgerichtig muss ihm gegen Haiti ein Stammplatz winken.

Orgill: Note 3,5. Obwohl nur 10 Minuten im Spiel mit 3 tendenziell guten Szenen.


 Autor: Lukas