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THEODORE WHITMORE

Tappa Whitmore

Alias: Tappa
Geb.: 5.August 1972 in Montego Bay
Größe: 1,84m
Gewicht: 74kg
Position: (zentrales) Mittelfeld
Vorherige Vereine: Seba United (JAM), Violet Kickers (JAM), Hull City (ENG)
Verein: Livingston FC (SCO)

"Ich fühl mich einfach nur gut, Mann", waren Whitmore´s Worte nachdem sich Jamaika für die WM 1998 qualifiziert hatte. Als jugendlicher spielte "Tappa" beim Montego Bay Boys Club ehe er zum besten Club der Stadt, Seba United, wechselte. Diesen Club führte Whitmore 1997 zur Meisterschaft und ein Jahr später zur Vizemeisterschaft.

Theodore Whitmore ist einer der legendärsten Spieler der Reggae Boyz. In Jamaika gab es schon vor der WM 1998 eine Apfelsorte die nach ihm benannt wurde - den "Whitmore-Apple". Seine 2 Tore gegen Japan im letzte WM-Spiel haben ihn quasi unsterblich gemacht. Überhaupt war das Jahr 1998 SEIN Jahr. Von Frankreich zurückgekehrt gaben ihm die Einwohner Montego Bays (mit 100.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt hinter Kingston) den Namen "King of MoBay", was seine große Beliebtheit zum Ausdruck brachte. Als er dann im selben Jahr (1998) Jamaika zur Karibik-Meisterschaft in Trinidad und Tobago führte und Jamaika diese auch souverän gewann wurde Whitmore zu "Karibiks Fußballer des Jahres" gewählt. Der Rummel um seine Person nahm keine Grenzen....das sollte sich durch ein tragisches Ereignis 3 Jahre später ändern....

Im Jahre 1999 wechselte "Tappa" von Seba United zu Hull City nach England (4.Liga). Dort erzielte er gleich bei seinem Debüt ein Tor, aber obwohl das Team auch noch mit Ian "Pepe" Goodison verstärkt wurde konnte das Ziel "Aufstieg" nicht realisiert werden.

Nach 3 Saisons kehrte Whitmore wieder nach Jamaika zurück wo sein ausgezeichneter Ruf jedoch längst nicht mehr das war, wie als er 1999 die Insel verließ. Er war nämlich in den Autounfall verwickelt, in dem der beliebte Reggae Boy Steven "Shorty" Malcolm tragisch ums Leben kam. Böse Zungen behaupten sogar dass Theo am Steuer saß. Vom Liebling zum Buhmann - damit musste sich "Tappa" abfinden. Auch sein Spiel hatte darunter zu leiden. Er fiel in ein Formtief und wurde auch nicht mehr in die Nationalelf berufen Gerüchten zufolge saß Whitmore sogar im Gefängnis und in dieser Zeit war er auch ohne Verein.

Doch Theodore Whitmore kehrte wie der "Phönix aus der Asche" wieder zurück. Nach 4-6 Monaten schöpferischer Pause versuchte er ein Comeback in Montego Bay. Langsam spielte er sich wieder an sein Niveau und das der Nationalelf heran.

Anfang dieser Saison (2003/04) wechselte "Tappa" in die erste schottische Liga zum FC Livingston. Auch in der Nationalmannschaft hat er wieder seinen gewohnten Stammplatz im zentralen Mittefeld.

Whitmore ist ein sehr introvertierter, ruhiger, manchmal sogar schüchterner Typ. Mit seinen Dribblings kann er jede Defensive knacken. Der "Mittelfeld-General" wird hoffentlich bei der WM 2006 hierzulande trotz seiner dann 34 Jahre noch spielen, denn es ist eine Augenweide ihm in Bestform zuzuschauen.

THEODORE WHITMORE