Für den
President (Andi) und den
Vice-President (Lukas) der German Reggae Boyz Supporter erfüllte
sich am 6.Februar 2008 ein langersehnter
Traum: Live im Office die Reggae Boyz spielen zu sehen. Der Tag war aus
diversen Gründen etwas ganz Besonderes:
Bob
Marley´s birthday
Rückkehr von
Trainer-Hero Rene Simoes
Comeback von
Goalgetter Marlon
King nach fast 2-jähriger Sperre
Erstes Live-Spiel im
Office für die German Reggae Boyz
Supporter

Driver Ripton auf den Weg nach Kingston
Am „day of the match“
machten wir uns mit
dem jamaikanischen Driver Ripton aus Santa Cruz, Patrick aus Black
River und
Ralf aus Köln auf den Weg nach Kingston. Nachdem wir unsere
Trikots und anderen
Fan-Utensilien überzogen, starteten wir gegen 13 Uhr in Negril, wo
wir uns 10
Tage aufhielten und eine supercoole Zeit hatten.
Die Fahrt nach
Kingston ging über Black
River – Santa Cruz – Mandeville – May Pen – Spanish Town und Portmore.
Wir
konnten also einige Eindrücke von Jamaika sammeln. Insgesamt waren
wir knapp
3,5 Stunden unterwegs. Die Fahrt verging
dank der guten Musik im Taxi (Tarrus Riley, Kiprich, Bob Marley and
many more)
relativ schnell.
Am Stadion
angekommen, konnten wir es kaum
erwarten, dieses zu betreten. Es herrschte eine sehr positive Stimmung
und man
merkte, dass die Jamaikaner sich unglaublich auf dieses Spiel freuten,
was
natürlich auch an der Rückkehr von Rene Simoes lag. Zudem
traten die Reggae
Boyz (fast) in Bestform an. Bis auf Jason Euell, Richard Langley,
Claude Davis und Nyron
Nosworthy standen alle Legionäre im Kader.

vor dem "Office"
Vom Komfort des
Stadions waren wir
überrascht. Ausschließlich Sitzplätze und einige
Essens- und Trinkstände, die
sich um das leibliche Wohl der „crowd“ sorgten. Kurz vor dem Anpfiff
haben wir
uns noch mit Pattys und Red Stripe versorgt und dann ging es los.
Unglaublich!!! Die German Reggae Boyz Supporter LIVE im Office!!!

Eingang vom "Office"
Die Startaufstellung
der Reggae Boyz:
Tor:
Donovan Ricketts
Abwehr:
Ian Goodison, Damion Stewart, Tyrone Marshall, Ricardo Gardner
Mittelfeld:
Rudolph Austin, Jamal Campbell-Ryce,
Demar Philipps, Jason Morrison
Sturm:
Marlon King, Ricardo Fuller

Das "Office" füllt sich schön langsam

Die Familien der Spieler sitzen ganz nah am Spielfeldrand auf
Gartenstühlen

leicht bewölkt, aber dennoch großartige Stimmung im Stadion

Langsam füllt sich die Fankurve der Reggae Boyz. Der 12. Mann

Ralf aus Köln war auch am Start....

...ebenso German Reggae Boyz Präsident Andi

...da durfte der Vize-Präsident Lukas natürlich nicht fehlen
Die Reggae Boyz
legten im mit 30.000
Zuschauern ausverkauften Stadion los wie die Feuerwehr. Von Anfang an
zeigten
sie, wer der Herr im Hause ist. So erspielte sich die technisch starke
Offensive Chancen im Minutentakt. Bereits nach 30 Sekunden folgte der
1. Schuss
auf das Tor von Costa Rica. Wenig später setzte Goodison einen
Kopfball nach
einer Ecke etwa 3 Meter über das Tor. Es zeigte sich einmal mehr,
dass der
Abschluss eine Schwäche ist. Nach 15 Minute beinahe das 1:0
für die Boyz nach
einer guten Flanke von Tyrone Marshall, doch Mittelfeldmotor Jason
Morrison
schoss weit am Tor vorbei. Marlon King, der erstmals nach fast
2-jähriger
Sperre wieder spielte, hätte beinahe sein Tor zum Comeback
erzielt, doch
sein Schuss ging weit über das Tor, nachdem er ein traumhaftes
Zuspiel von
Marshall abschloss. Dann, nach ca. 20 Minuten, explosionsartige
Stimmung im
Office. Der starke Demar Philipps
setzte nach einer Flanke von Ricardo Gardner einen sehenswerten
Fallrückzieher
an den Pfosten. Das wäre wohl ein „Tor des Jahres“ geworden.
Wirklich
schade…nicht auszumalen, wie die Fans abgegangen wäre, hätte
dieser Ball im
Netz gezappelt…

The Reggae Boyz are here....

Costa Rica (links) und die Reggae Boyz (rechts)
Nichts desto trotz
kämpften die Boyz
aufopferungsvoll und spielten unermüdlich ihr Pressing weiter.
Dass es zur
Pause noch 0-0 stand, lag auch am guten Torhüter der Costa Ricaner.
Die Halbzeit war dann
ein absolutes
Highlight. Halbzeit heißt in Jamaica PARTY!!! So konnten wir eine
Performance
von mehreren internationalen Künstlern bestaunen. Natürlich
sang Tony Rebel „Jah is on my side“ und als Tarrus Riley seinen Smash-Hit „She´s
Royal” zum Besten gab, flippte das Stadion völlig aus. Zu guter
letzt sang dann
auch noch der „Poor People´s Gouvernor“ Bounty
Killer.

Eckball durch Campbell-Ryce
Die Boyz nahmen den
Halbzeit-Vibe mit in
die zweite Halbzeit, doch es war nach wie vor das gleiche Bild: es war
ein
Spiel auf ein Tor. Costa Rica hatte bisher KEINE Torchance.
Jedoch wurden beste
Torchancen durch Austin
und Phillips vergeben, die aber allesamt am hervorragenden
Ricardo
Gonzales im Tor von Costa Rica scheiterten.
In der 80. Minute
kamen die Ticos das erste
Mal vor das Tor von Ricketts. Nach einem schönen Pass von
Spielmacher Walter
Centeno und einer Unaufmerksamkeit in der Defensive von Goodison und
Stewart,
erzielte der erst kurz davor eingewechselte Sunsing
das völlig unverdiente 0-1. Es war im
ganzen Spiel der erste
richtige Schuss auf das Tor von Donovan Ricketts. Sehr bitter.

2. Halbzeit
Doch die Boyz
steckten den Kopf nicht in
den Sand. Rene Simoes reagierte und brachte mit Wolry Wolfe
und Roen Nelson
zwei Offensivkräfte. Den verdienten Ausgleich erzielte dann aber
ein alter
Bekannter. Nach einer schönen Hereingabe von Rückkehrer
Marlon King, war Tyrone Marshall völlig
freistehend zur Stelle und traf mit einem schönen
Kopfball unhaltbar zum 1-1 Ausgleich. Angetrieben vom genialen
Publikum
spielten die Boyz nun voll auf Sieg. Die Joker Wolfe und Nelson hatten
auch
tatsächlich noch aussichtsreiche Chancen zum Siegtreffer, die aber
leider
vergeben wurden. So blieb es beim hochverdienten 1-1. Für die
Ticos ein mehr
als schmeichelhaftes Unentschieden..

Der "Reggae Tiger" bei den Fans
Freuen konnte sich
das SOS Children´s
Village in Kingston über 50.000 US Dollar. Für jedes Tor der
Reggae Boyz gab
der Sponsor des Spiels JMMB einen Betrag in dieser Höhe aus.

Nach dem Schlusspfiff
Insgesamt war es ein
sehenswertes Spiel der
Boyz. Ein Sieg wäre absolut verdient gewesen. Man konnte aber die
Fortschritte
erkennen, die Simoes in seiner
kurzen Amtszeit bewirkte. Allen voran die Begnadigung von Marlon
King, der eine unverzichtbare Größe im Sturm der Boyz
ist.
Bestnoten verdienten sich auch WM-Veteran „Pepe“
Goodison, der hinten wie eine Bank stand und Mittelfeld-Dynamo Rudolph Austin von Portmore United. Es
wird wohl nicht mehr lange dauern bis er nach Europa wechselt. Ricardo Fuller gefiel auch
durch seine tolle Technik. Ein bisschen
mehr Zielstrebigkeit vor dem Tor könnte ihm aber nicht schaden.
Captain Ricardo Gardner absolvierte auch eine
souveräne Partie. Ebenso Torschütze Marshall,
der über seine rechte Abwehrseite nichts anbrennen ließ und
viele gute
Offensivaktionen hatte.
Alles in
allem war es für uns ein unvergessliches
Erlebnis und wir werden
alles daran setzen 2009 wieder LIVE im Stadion zu sein, um dann einen
Sieg zu sehen und die Qualifikation zur WM
2010 in
Südafrika zu feiern.
„Kingston
hot – nah joke ting dat!“
Aufstellung:
Jamaika: Ricketts
– Goodison, Stewart, Gardner, Marshall
– Austin, Morrison (61. O. Daley),
Phillips (80. Wolfe), Campbell-Ryce – Fuller (85. Nelson), King.
Ersatzbank:
Kerr (Tor), Reid, Thomas, Finlayson, Laing.
Costa Rica: Gonzales – Cardero,
Drummond, Nunes, Diaz – Centeno
(71. Sequeira), Chinchilla, Hernandez (54. Rojas, 66. Nunes), Azofeifa
– Ruiz
(66. Gomez), Saborio (76. Sunsing).
Ersatzbank: Mesen
(Tor), Umana, L. Gonzales,
Montero.
Schiedsrichter:
Brizan
(Trinidad&Tobago).
Zuschauer: 30.000
(ausverkauft).