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Treffen
mit Reggae Boy Ryan Thompson in Tampa/Florida
Bekanntlich ist es nicht leicht einen Nationalspieler,
egal von welchem Land er stammt, persönlich im Ausland zu treffen.
Bei meinem diesjährigen USA-Urlaub im Juni 2009 hatte ich das
große Glück, dass ich den jamaikanischen
Nationaltorhüter Ryan Thompson in Tampa besuchen konnte, da die
Stadt auf unserer Reiseroute lag. Ryan Thompson kenne ich seit dem
Turnier in Oberndorf im Jahre 2003. Dank Facebook entstand der Kontakt
und wir machten aus, dass ich ihn in Tampa besuchen komme. Die
Vorfreude auf das Treffen, aber auch auf den Urlaub waren riesig.
Am 20. Juni gings von München via Frankfurt über den
großen Teich nach Miami. Nach 2 Tagen Aufentalt in Miami Beach
gings weiter nach Key West, die Everglades, Naples und Sarasota. Am
26.06.2009 trafen wir am Nachmittag in Tampa ein. Da ich mit Ryan im
telefonischen Kontakt stand, vereinbarten wir als Treffpunkt das
Stadion von der University of Tampa. Ryan absolvierte gerade ein
sogenanntes
Summercamp. Seine Aufgabe bestand darin, junge Spieler zu trainieren.
Als wir uns auf dem Sportplatz trafen, freuten wir uns sehr, sich nach
so langer Zeit wieder zu sehen.
Skyline von Tampa
Da Ryan aufgrund des Summercamps nur bedingt Zeit hatte, verabredeten
wir uns für den Abend. Nachdem wir in Tampa Downtown zum Essen
gingen, kamen wir gegen 22 Uhr wieder zurück auf den Sportplatz,
wo Ryan wenig später auftauchte.
Angedacht war in eine Bar zu gehen und den Abend ausklingen zu lassen.
Leider kam der ehemalige jamaikanische U20 Nationalspieler Ryan Maxwell
nicht mit, der sich zur Zeit beim Summercamp fit hält bis er einen
neuen Verein findet, da er beim MLS Club New England Revolutions nicht
genommen wurde, obwohl er einen Draftingplatz erhielt und einige Wochen
mit dem MLS Club trainierte.
Trainingsplatz der "University of Tampa"
Gleich in der 1. Kneipe kamen wir aufgrund unseres deutschen
Personalausweises und dem tragen von kurzen Hosen nicht hinein. Ryan
meinte, dass wir lieber nochmals ins Hotel gehen sollten, uns umziehen
und den Reisepass mitnehmen sollten, da es in den USA schwer ist mit
kurzen Hosen in einen Club bzw. eine Bar zu gehen. Enttäuscht
gingen wir mit Ryan in unser Hotel. Die Stimmung war gedrückt, da
die Zeit voran schritt. Wir holten unsere Pässe und zogen uns
lange Hosen an, während Ryan telefonierte.
Webmaster Andi und Ryan in einer Bar
Er rief seinen Ex-Freundin an, die uns vor dem Sheraton Hotel mit dem
Auto abholte. Dann ging es gleich mal in eine gemütliche Bar. Nach
einem Bier zogen wir weiter in einen ganz netten Club, der auch im
Freien eine Bar zu bieten hatte u. a. auch Barbeque. Bei verschiedenen
Biersorten, guter Musik und netten Menschen verging die Zeit viel zu
schnell und bis man schaute war es 3 Uhr früh. Nachdem Ryan und
seine Ex-Freundin noch Pita in einem Laden holten, kauften wir
alkoholfreie Getränke. Wenig später wurden wir bis ans Hotel
gefahren. Ein schöner Tag ging zu Ende.
Am nächsten Tag besuchten wir Ryan am Spätnachmittag in der
Universität. Glücklicherweise trafen wir auch Ryan Maxwell an
und den Jamaikaner Lister. Wir schauten uns im TV Raum das
Confederation Finale zwischen den USA und Brasilien an. Danach gingen
wir noch in die Studentenzimmer, da mir Ryan Thompson sein
Torwarttrikot schenkte.
Gegen 17 Uhr machten wir uns nach persönlich sehr emotionalen
Verabschiedung mit dem Auto auf den Weg nach Orlando, wo wir gegen 21
Uhr an kamen.
Ben, Lara, Ryan, Andi
Die beiden Tage in Tampa waren unglaublich schön. Es ist sehr
selten, dass man die Möglichkeit bekommt mit einem jamaikanischen
Nationaltorwart weg zu gehen und sich über Gott und die Welt zu
unterhalten. Wir konnten ihn sämtliche Fragen stellen, die uns auf
den Herzen lagen, besonders natürlich dem Studentenleben und dem
Leben allgemein in den Vereinigten Staaten.
Durch das lange Gespräch mit Ryan erhielt ich einen guten Eindruck
in sein Leben. In Tampa fühlt er sich sehr wohl. Er möchte
auf keinen Fall mehr nach Jamaika zurück. Nach dem fertigen
Studium im nächsten Jahr hofft er auf einen Profivertrag in den
USA (MLS) oder in Europa. Bei seinem Gespräch kam der
jamaikanische Fußballverband (JFF) nicht gut weg, aber
diesbezüglich möchte ich keine Kritikpunkte
äußern.
Webmaster Andi mit Ryan Maxwell
Auch das Gespräch mit Ryan Maxwell enwickelte sich interessant. So
erfuhr ich, dass er bei Real Salt Lake City ein Probetraining
absolvieren wird.
Fazit: Leider gingen die Tage viel zu schnell vorüber, aber an ein
Wiedersehen ist sicherlich zu denken. Nach Oberndorf im Jahre 2004 sah
ich Ryan zum zweiten Mal und dies hätte ich nicht im Traum
für möglich gehalten. Er kannte mich noch und war sehr froh
deutsche Freunde zu kennen.
Ich bzw. wir von reggaeboyz.de wünschen Ryan Thompson, aber auch
Ryan Maxwell alles Gute für ihre weitere Zukunft und hoffen auf
ein baldiges Wiedersehen.
Autor: Andreas Wieser
Bildquelle: Andreas Wieser (privat)
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